Unsere Frankreichfahrt im Juli 2025
„Bonjour, Paris!“ – hieß es für die Französischlernenden der Klassen 9E und 9AB sowie ihre begleitenden Lehrkräfte Frau Sperl, Frau Dallmeir und Herr Schlehaider, als sie am 21. Juli 2025 gegen 17 Uhr endlich am Gare de l’Est ankamen. Im Anschluss an die lange Zugfahrt wurden Metro-Tickets für die 40-köpfige Gruppe organisiert, das Hotel bezogen und erste Eindrücke vom Leben in der Großstadt gesammelt. Nach einer flüchtigen Katzenwäsche auf den Zimmern machten sich alle dazu auf, die Seitengassen rund ums Hotel zu erkunden – mit dem Ziel, dort einen wohlverdienten Snack in Form von echtem Pariser Fast-Food zu ergattern. Müde und erschöpft, aber neugierig auf die bevorstehenden Erlebnisse, klang der erste Abend entspannt in unserer Unterkunft aus.
Obwohl sich einige Schülerinnen schon lange vorher den Kopf über ihre Klamottenwahl zerbrochen hatten (für jeden Programmpunkt und jede Location ein perfektes Ensemble) und aufgrund der eher schlechten Vorhersagen befürchteten, dass ihre Outfit-Pläne ins Wasser fallen könnten, sollte der Wettergott in den kommenden Tagen auf unserer Seite bleiben: Glücklicherweise war es meist angenehm warm, zwischendurch etwas bewölkt und nur gelegentlich zeigten sich vereinzelte Regentropfen – perfekt also, um die Stadt zu erkunden. Ganz ohne Schweiß ging es leider trotzdem nicht, denn die vielen Fußmärsche und unzähligen Treppen brachten selbst die Sportlichsten zeitweise ins Schwitzen…
Davon ahnten die meisten noch nichts, als sie am Dienstagmorgen nach ihrer ersten Nacht in der Hauptstadt Frankreichs aufwachten. Gestärkt vom Frühstück stand zunächst ein königliches Highlight auf dem Programm: der Besuch des prunkvollen Schlosses von Versailles mit seinen berühmten weitläufigen Gärten, für das sich der rund eineinhalbstündige Weg vom Hotel aus gelohnt hatte. Manch einer staunte nicht schlecht, als er die mit Gold verzierten Fassaden im Barock-Stil erblickte. Die Rückfahrt ins Zentrum entpuppte sich allerdings als nervenzehrend. Trotz des Vorteils, von einem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr vertrauten sowie mit einem eigentlich guten Orientierungssinn ausgestatteten Geographielehrer begleitet zu werden, nahm die Gruppe versehentlich die falsche Linie. Das Ergebnis: eine unfreiwillige Zusatzrunde von rund 40 Minuten durch das Pariser Verkehrslabyrinth! Zum Glück blieb der Humor nicht auf der Strecke und spätestens beim Anblick des Eiffelturms war der Umweg vergessen. Etliche Fotos, eine kurze Verschnaufpause auf dem Place du Trocadéro sowie eine Show-Einlage von Straßenkünstlern (in die übrigens einer unserer Jungs unfreiwillig involviert wurde) später saßen wir wieder in der Metro. Der anschließende Spaziergang durch das Künstlerviertel Montmartre hinauf zur Basilika Sacré-Cœur war zwar anstrengend, aber dennoch wunderschön – begleitet von den sich inzwischen wiederholenden Rufen „Wie lange laufen wir noch?“, „Ich habe Durst!“ oder „Ich kann nicht mehr!“. Das gemeinsame Abendessen im Burger PNY Pigalle hatte man sich danach redlich verdient.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Kunst und Kultur: Im Louvre – damals noch ohne Raub – wurden die weltberühmten Werke bestaunt, allen voran die Mona Lisa (französisch: La Joconde). Einzelne wagten sich tapfer in die lange Besucherschlange, verschwanden kurzzeitig in den Menschenmassen und tauchten irgendwann wieder triumphierend auf – mit Handyfoto als Beweis! Danach schlenderten wir über die zwei Kilometer langen Champs-Élysées hin zum Arc de Triomphe, wo der Blick über Paris alle Mühen wettmachte und uns die vielen Treppenstufen vergessen ließ. Beim leckeren Abendessen im Restaurant Pizza Momo wurden die letzten Erlebnisse ausgetauscht und Kraftreserven aufgefüllt. Da sich der Italiener im wunderbaren Viertel Le Marais befand, nutzten wir die Gelegenheit, um noch einen kurzen Abstecher auf die bereits in Teilen renovierte Kathedrale Notre-Dame zu machen. Zurück im Hotel mussten leider schon wieder die Koffer gepackt werden.
Am Donnerstag blieb nach dem Frühstück und dem Check-out noch Zeit zum Shoppen im Einkaufszentrum Les Halles – ein perfekter Abschluss, bevor es am Nachmittag vom Gare de l’Est wieder Richtung Heimat ging. Mit unzähligen Fotos, den Taschen voller Souvenirs, leicht schmerzenden Füßen, eineinhalb Stunden Verspätung und einem müden Lächeln im Gesicht kehrten alle wohlbehalten zurück.
Paris – anstrengend, aufregend, völlig überlaufen und trotzdem magnifique!